2017

2017 stand im Zeichen unseren 10. Singschulgeburtstages und von "Luther macht Schule". Wer darüber mehr erfahren möchte, findet unter www.luther-macht-schule.de alle Infos über das Schülermusicalprojekt, bei dem insgesamt über 3000 Schüerinnen und Schüler mitmachten.

Oder ihr schaut die Doku, die Davy und Birgit gemacht haben, da kann man auch ganz viele der Lieder kennenlernen und bekommt einen guten Eindruck. (Am besten gefallen uns natürlich die outtakes am Ende....)

 

Zu Jahresbeginn probten wir für unsere Geburtstagsfeierlichkeiten, die in einem Festwochenende am 6. und 7. Mai ihren Abschluss fanden. Wir hatten Besuch von ehemaligen singschulkindern und -jugendlichen, von der Kantorei und den New-City-Voices, die alle auch ein Stück zum Jubiläumskonzert beisteuerten und sogar die Eltern sind mit zwei Stücke als Elternchor aufgetreten. Wir sangen die Highlights aus den 10 Jahren unseres Bestehen und neue Stücke.  Auch "ich habe Pferd, ich kann reiten" (s. Chronik 2016) wurde konzertant aufgeführt und dabei das tolle Geburtstagsgeschenk der Kirchengemeinde überreicht: zwei mechanische Pferde, mit denen Kinder und Erwachsene das ganze Wochenende die "Rennstrecke" im Gemeindehausflur bevölkerten. Draußen im Garten konnte man sich beim "Bungee-Run" messen oder Volleyball spielen. Was für ein Spaß!

Im Flur stand außerdem die Foto-Box des Kirchenkreises  und jeder Gast war gebeten, sich einmal abzulichten.

Nach dem Konzert gab es ein großes Kaffeetrinken mit allen im Saal. Hinterher blieben die Kinder zum Grillen und zur Übernachtung in Zelten im Pfarrgarten. Nach Andacht und Gute-Nacht-Geschichten-Erzählen (gar nicht so einfach so im Zelt dazwischengequetscht mit quietschenden oder pupsenden Luftmatratzen) schliefen irgendwann tatsächlich alle ein und krochen erst nach dem Wecken wieder aus ihren Zelten. Lea und Birgit waren mutig und stellten sich direkt nach dem Aufstehen noch vor dem Weg übers Bad vor die Fotobox, um zu dokumentieren, wie anstrengend das alles war ;-)

Mit Festgottesdienst und anschliessendem Brunch mit allen endete der Singschulgeburtstag und alle waren zwar stehend k.o., aber total zufrieden.

Nur 2 Wochen später fuhren die Jugendkantorei (plus Hannah und Lena) mit etlichen Eltern auf eine Familienfreizeit zum Kirchentag nach Wittenberg. Wir durften dort im Gemeindehaus der Stadtkirche unser Musical "Luther macht Schule" aufführen und auch, wenn alles technisch und bühnenmässig etwas improvisiert war, war die Vorstellung proppevoll und das Publikum begeistert. Die Hitze auf der Bühne ließ sich nur mit einer anschliessenden Wasserschlacht im Hof lindern. Eltern und Kinder hatte bei Vorbereitung und Aufführung viel Arbeit und Spaß und hinterher das Gefühl, so richtig was gemeinsam geschafft zu haben. So traten dann die Eltern auch mit einem musikalischen Beitrag auf dem bunten Abend auf! Gemeinsame Spieleabende, ein Ausflug zum Badessee, der Besuch des Assisi-Panoramas und natürlich Volleyballspielen bis zum Abwinken rundeten das Programm ab, ebenso wie die "Klassiker" also Abendandachten, gute-Nacht-Post und Gute-Nacht-Geschichten. Sowas müssen wir mal wieder machen!

Vom 28.-30.7. fuhren wir nach Lüsche auf Singschulfreizeit und probten dort vor allem Luther, machten eine Ralley, die Lea und Keti für uns vorbereitet hatten und sangen im Wald mit den Bäumen.

Mitte September war es dann soweit: die großen Aufführungen im Gymnasium Neustadt und im Stadttheater Wunstorf von Luther macht Schule standen vor der Tür! Etliche Szenen- und Soloproben in Kirche und Gemeindehaus und an den Aufführungsorten waren vorausgegangen, jetzt wurde es ernst. Ein Projekt dieser Größenordnung war für uns alle neu und so gab es nicht nur Elternabende mit Einweisung für Helfereltern, sondern auch viele Dinge für uns zu beachten, damit am Ende alles klappte. Jeder, der einzeln sang oder sprach wurde mit einem head-set ausgestattet; allein bis die mal richtig saßen auf den Kinderköpfen war das schon eine Kunst... Und dann mussten die zwischendurch auch noch auf andere Kinder umgezogen werden; allein dafür gab es pro Aufführung 2-3 Helfer. Bei jeder Aufführung stand hinter uns ein Chor aus Schülerinnen und Schülern, je nach Vorstellung zwischen 150 und 200 Kinder und Jugendliche, das war schon unglaublich!

Nur zwei Tage nach der letzten Aufführung fuhr die Jugendkantorei ganz hardcore-mässig mit mir auf Freizeit. Als Abschluss der ganzen "Luthereien" fuhren wir nach Schloss Martinfeld und besuchten von dort sowohl das Augustinerkloster in Eisenach, als auch den Gewittergedenkstein bei Stotternmein und natürlich auf dem Rückweg auch die Wartburg. Es war schon spannend, die ganzen aus dem Stück so bekannten Orte mal live zu sehen und besonders in der Wartburg, wo die Kinder viele Ausstellungsstücke direkt wieder erkannten (guck mal, da ist ein Brief von "mir" (Melanchthon) und man z.B. auch die päpstliche Bannandrohungsbulle und das Wormser Edikt direkt vor sich hatte, waren wir Luther nochmal ganz nah. Natürlich fehlten auch Gute-Nacht-Geschichten, Bunter Abend und lecker-Stephie-Essen nicht.

Am 19. Oktober war mit dem Michaelisempfang des Kirchenkreises der offizielle Abschluss von "Luther-macht-Schule". Ca. 200 geladene Gäste waren da, darunter auch die Superintendenten und Kantoren der beteiligten Kirchenkreise, einige Kinder aus den anderen Singschulen, viele Lehrer, die mitgemacht hatten und auch unsere Schirmherrin Landessuperintendentin Frau Dr. Bahr, die auch den Vortrag hielt. Das Dokumentations-Video hatte Uraufführung und Stephie hatte eine super Luther-macht-Schule-Torte gemacht, die nicht nur toll aussah, sondern auch lecker schmeckte. So ließen wir es uns beim anschliessenden Empfang so richtig gut gehen. Das hatten wir uns aber auch verdient!

Im Adventskonzert sangen wir mit der Kantorei und der capella del torre beim Programm "Ein Fest für Martin Luther" mit, unter anderen das "Nun komm der Heiden Heiland" und mit der Jugendkantorei das "In te domine speravi".

Nach soviel Action war das Ende des Jahres wieder ganz "normal": Singen in den Adventsgottesdiensten und Offenes Singen - in diesem Jahr mit total überraschendem Monster-Schneefall, der eingeschneite Basteleien, doppelt eingepuderte Waffeln und klatschnasse, aber quietschglückliche Schneeballschlachtkinder zauberte.